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Eltern - Info zum Thema Masern

 

08.08.2013



Liebe Eltern
Es ist so, dass wir bis anhin keine Probleme mit Masern hatten. Sollte der Fall eintreffen, müssen wir aus Sicherheitsgründen und zum Schutz Eurer Kinder, die Anweisungen des Bundes umsetzen...

 

Es können dann keine ungeimpften Kinder in der Kita betreut werden.
Selbstverständlich wird eine solche Situation sofort allen schriftlich mitgeteilt! Die Gruppenleiterinnen werden den aktuellen Impfstatus jedes Kindes in den nächsten Wochen erheben!

Herzlichen Dank für das Verständnis und freundlichen Gruss

Kathrin Bünter
Leitung Kita Bärenhöhle Frauenfeld


Weitergeleiteter Artikel aus der «NZZ am Sonntag» vom 04.08.2013, Seite 7:

Kampf gegen die Masern

Bund
will Kinderkrippen kontrollieren

Bis 2015 soll die Schweiz frei von Masern sein. Dieses Ziel hat sich Gesundheitsminister Alain Berset gesetzt und treibt dazu nun neue Massnahmen voran. Derzeit ist Berset daran, ein «nationales Komitee zur Elimination der Masern» zu bilden. Bereits ernannt hat er dessen Präsidenten: Der frühere Walliser Sozialdirektor Thomas Burgener (sp.) soll als oberster Masern-Liquidator dafür sorgen, dass die Schweiz ihr Ziel erreicht. Burgener sagt, er sei selber überrascht gewesen, wie schlecht die Schweiz mit ihrer Durchimpfungsrate von 82 Prozent im internationalen Vergleich dastehe. Er helfe gerne mit, die Krankheit zu bekämpfen und die Quote auf die anvisierten 95 Prozent zu steigern. Unterstützen werden ihn dabei mehrere Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Gesellschaft, die das Komitee komplettieren und dessen Botschaft gegen aussen tragen.

Vorgestellt wird das neue
Komitee im Herbst, zum Start der neuen dreijährigen Präventionskampagne des Bundes. Basis dafür wiederum ist die nationale Masern-Strategie, die ebenfalls weiter Form annimmt. So ist geplant, dass ab diesem Jahr alle Eltern einen Brief bekommen, wenn ihr Kind ein Jahr alt wird. Darin erläutern ihnen die Behörden die Masern-Problematik in der Schweiz und legen ihnen nahe, die Kinder rechtzeitig impfen zu lassen. Empfohlen sind gemäss dem schweizerischen Impfplan zwei Dosen im Alter von 12 Monaten und von 15 bis 24 Monaten. Bei Kindern, die eine Krippe besuchen, kann die erste Impfung schon mit 9 Monaten erfolgen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat bereits sämtlichen Kantonen eine Mustervorlage für diesen Brief geschickt; an diesen ist es nun, die Empfehlung umzusetzen.

Weiter will das BAG auch
die Kinderkrippen noch stärker in die Strategie einbinden. In ihren neuen Richtlinien empfehlen die Behörden sämtlichen Krippen, einen betreuenden Arzt beizuziehen. Dieser soll Eltern und Personal über die Masern informieren und regelmässig überprüfen, wer geimpft ist und wer nicht. Die Krippenleiter wiederum sind gebeten, den Impfstatus der Kinder systematisch zu erheben, einmal bei der Einschreibung und ein zweites Mal im Alter von 18 Monaten. Im Fall eines Masernausbruchs sollen ungeimpfte Personen, wie an Schulen und Universitäten, vorübergehend vom Besuch ausgeschlossen werden. Den Personalverantwortlichen wird geraten, nur Mitarbeiter anzustellen, die geimpft sind. Auch diese Empfehlung gilt gleichermassen für Schulen und Spitäler.

Der Verband Kindertagesstätten der Schweiz unterstützt die Stossrichtung des Bundes. Die vorgeschlagenen Massnahmen würden bei vereinzelten Krippen bereits angewendet, sagt Geschäftsleiterin Talin Stoffel. Die Umsetzung sei aber noch sehr heterogen. «Wir haben ein Interesse daran, die Kinder so gut wie möglich vor Masern zu schützen», sagt Stoffel. Sie verspricht, dass sich die zugezogenen Ärzte nicht in die Verantwortung der Eltern für die Gesundheit ihrer Kinder einmischen werden.

Allen Präventionskampagnen zum Trotz
verbreiten sich die Masern derzeit wieder schneller. Die Anzahl Meldungen hat auf den Sommer hin sprunghaft zugenommen, von 8 Fällen im Mai auf 42 im Juni. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr bereits 68 Fälle gemeldet, 5 mehr als im gesamten letzten Jahr. Als einer der Masern-Hotspots gilt die Zentralschweiz, wo die Impf-Skepsis verbreitet ist. Das Gymnasium in Ingenbohl im Kanton Schwyz etwa musste unlängst wegen eines Masern-Ausbruchs ungeimpfte Schüler bereits vor den Sommerferien nach Hause schicken. Daniel Friedli

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